Sportklasse 6b nimmt am Gickellauf Niederelbert teil

Wenn eine Klasse sich außerhalb des Unterrichts trifft, um gemeinsam etwas zu unternehmen, hat dies eine besondere Qualität und zeichnet in der Regel eine gute Klassengemeinschaft aus.

Am Samstag, den 29. Juni 2024 nahm die Sportklasse 6b der Heinrich-Roth-Realschule plus an solch einer außerunterrichtlichen Veranstaltung teil. Klassenlehrerin Tanja Fetz hatte ihre Klasse zum 2-km Schülerlauf des Gickellauf in Niederelbert angemeldet, der in diesem Jahr zum 4. Mal veranstaltet wurde.

Alle waren mit viel Spaß bei der Sache, und Jannis Schwabe belegte sogar den 2. Platz. Wir gratulieren ganz herzlich zu dieser tollen Leistung.

Aber es gab noch eine weitere Überraschung. Leif Ludwig, der krankheitsbedingt über einen langen Zeitraum gefehlt hat, kam als Überraschungsgast vorbei, um seine Mitschülerinnen und Mitschüler anzufeuern.

Text: Tanja Fetz und Ulrike Lennartz
Fotos: Eltern der Sportklasse 6b

Erlös verkaufter Kochbücher geht an die Schülervertretung der HRS+

Wir freuen uns sehr darüber, der SV - vertreten durch Frau Hähner und Frau Neurath sowie den beiden Schülersprechern Nour Almohammad und Kirubel Abadi Abrham - den Erlös unserer verkauften Kochbücher überreichen zu dürfen.

 Gleichzeitig möchten wir uns herzlich bei Ihnen, liebe Eltern, für das große Interesse bedanken. Nur durch Ihre zahlreichen Käufe ist diese tolle Spendensumme zusammengekommen. Eine kleine Anzahl an Kochbüchern haben wir noch auf Lager. Wer also gerade erst darauf aufmerksam wird und Interesse an einem Exemplar hat, darf uns gerne kontaktieren (E-Mail: a.eberz@hrs-mt.de oder s.langkavel@hrs-mt.de).

 


Text: Andrea Eberz und Sarah Langkavel

Ehemalige Schulbandmitglieder bereiten Bernd Lennartz gelungene Überraschung

Am Donnerstag, dem 27. Juni 2024 staunte Musiklehrer Bernd Lennartz nach Beendigung der regulären Schulbandprobe nicht schlecht, als plötzlich und völlig unerwartet, Lukas Salz, ein ehemaliges Mitglied seiner Schulband im Musikraum stand. Herr Lennartz, noch im Probenflow, meinte: „Das ist gerade extrem ungünstig, Lukas.“ Doch Lukas ließ sich nicht abwimmeln und informierte Herrn Lennartz ganz lässig, dass er nicht allein gekommen sei. Dann staunte Bernd Lennartz nicht schlecht, denn 30 ehemalige Schulbandmitglieder zogen singend und musizierend in den Musikraum ein. Viele hatten extra Urlaub genommen, um ihren ehemaligen Lehrer persönlich zu verabschieden. Einige hatten sogar sehr lange Anfahrtswege in Kauf genommen. Sie waren unter anderem aus Heinsberg, Essen, Düsseldorf oder Mainz gekommen.

Lehrerin Sandra Höfer hatte im Vorfeld alle Fäden gezogen und viele Ehemalige kontaktiert, um ihnen mitzuteilen, dass Bernd Lennartz nach diesem Schuljahr in Pension gehen wird. Dank der guten digitalen Vernetzung suchten und fanden sich viele Ex-Schulbandmitglieder zusammen, um ein kleines Konzert vorzubereiten. Über zwei Monate probten die Musiker aus verschiedenen Schulbandgenerationen gemeinsam, um ihrem damaligen Leiter der Schulband eine wunderschöne Überraschung zu bereiten. Sage und schreibe zwölf Titel konnten die jungen Musiker letztendlich präsentieren.  

Aber Bernd Lennartz hatte auch eine Überraschung für die Ehemaligen parat. Sie hatten damit gerechnet, dass er schnell zur Gitarre greifen würde um die „Band“ zu begleiten. Aber weit gefehlt. Er setzte sich mitten ins Zentrum und genoss, genoss, genoss. Der Stolz stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.

Nach der Musikeinlage durfte eine kleine Rede natürlich nicht fehlen. In einem sehr berührenden Text bedankten sich alle für die einzigartigen Erlebnisse, die sie als Schulbandmitglieder erleben durften, wie z.B. das Musical Tarzan, die Workshops in der Landesmusikakademie in Engers, die Studioprojekte in Leverkusen und last but not least die zahlreichen Auftritte, bei denen die Schulband die Zuhörer immer wieder begeisterte. Bernd Lennartz habe mit seinem Wirken Spuren in ihrem Leben hinterlassen und dieses nachhaltig beeinflusst.

Eine Standardfrage der Schülerinnen und Schüler lautet: „Wie viele Gitarren haben Sie eigentlich, Herr Lennartz?“ Standardantwort: „Immer eine zu wenig.“ Jetzt hat Bernd Lennartz eine weitere Gitarre, und zwar eine ganz besondere, unbezahlbare. Alle Ehemaligen hatten sich mit ihren Unterschriften auf einer schwarzen E-Gitarre verewigt und überreichten diese nach ihrem Konzert. Viel Gelächter gab es bei der Diskussion an welcher Stelle im Haus diese Gitarre ihren Platz finden soll.

Die Ehemaligen hatten wahrlich Durchhaltevermögen. Sie ließen sich durch das heiße und schwüle Wetter nicht abschrecken und genossen schlicht und einfach das Zusammensein. Zum Glück hatte Sandra Höfer Ulrike Lennartz in die Geheimpläne eingeweiht, so dass genügend Getränke und Snacks zur Verfügung standen. Alle schwelgten in Erinnerungen und hatten sich auch viel Neues zu erzählen, so dass sich die Runde erst gegen 22 Uhr auflöste.

Ein riesengroßes Dankeschön gilt allen, die am Donnerstag kamen, um Bernd Lennartz zu verabschieden und natürlich auch Sandra Höfer und Ulrike Lennartz, die im Hintergrund die Vorbereitungen getroffen hatten.

Text und Fotos: Ulrike Lennartz

Open Air Ausbildungsmesse der BBS Montabaur

In Kooperation mit der Agentur für Arbeit fand am Mittwoch, dem 19. Juni 2024 auf dem Gelände der Berufsbildenden Schule Montabaur eine Open Air Ausbildungsmesse statt. Zahlreiche Unternehmen und Institutionen präsentierten sich als Arbeitgeber sowie dort mögliche Ausbildungsberufe.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9 der Heinrich-Roth-Realschule plus besuchten die Messe und nutzten die Gelegenheit, um mit den Vertretern der Firmen ins Gespräch zu kommen und über mögliche Praktika oder Ausbildungen zu sprechen.

 Liste der Aussteller

  1. 1&1

  2. Agentur für Arbeit

  3. Ambulantes Pflegeteam Licht

  4. Caritasverband Westerwald/Rhein-Lahn e.V.

  5. Bongard & Lind Noise Protection GmbH & Co.KG

  6. Bundeswehr, Koblenz

  7. Centersports, Staudt

  8. DoKaSch GmbH Air Cargo Equipment

  9. DRK HaJuFa Kölbingen

  10. DRK Rettungsdienst RL-WW

  11. Dural GmbH

  12. EWM AG

  13. EXEC IT Solutions GmbH

  14. Fastgarage GmbH

  15. Finanzamt Montabaur-Diez

  16. Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe-Glas-Keramik GmbH

  17. Frigosped GmbH

  18. GEA Westfalia Separator Group GmbH

  19. Goerg & Schneider GmbH & Co.KG

  20. Handwerkskammer

  21. Hochschule Koblenz

  22. Hospitalfonds Montabaur gemeinnützige GmbH

  23. Hotel Zugbrücke Grenzau GmbH

  24. HUF Haus GmbH & Co. KG

  25. Industrie- und Handelskammer

  26. Jächel Kälte- und Klima GmbH & Co.KG

  27. Jonas Schaltanlagenbau GmbH

  28. Karl Michels Güternah- und Fernverkehr GmbH & Co.KG

  29. Katharina Kasper Gruppe GmbH

  30. Klöckner Pentaplast GmbH

  31. Koch/Wetzlar

  32. LAT & SGF Wälzlaager und Industriebedarf GmbH,

  33. LKH Kunststoffwerk GmbH & Co.KG

  34. LVM Versicherungsagentur Engel

  35. Maschenenbau Cernota GmbH & Co.KG

  36. Mühlenbäckerei Rudolf Jung

  37. Munsch-Chemie-Pumpen GmbH

  38. MWF Technik GmbH & Co.KG

  39. Nassauische Sparkasse

  40. Roos & Co. GmbH Kunststoff- und Metallverarbeitung

  41. Saferoad RRS GmbH

  42. Schütz GmbH & Co. KG aA

  43. Sparkasse Westerwald-Sieg

  44. Spie Lück GmbH

  45. Steuler Holding

  46. Systemceram GmbH & Co.KG,

  47. Ursa-Chemie GmbH

  48. Vecoplan AG

  49. Verbandsgemeinde Montabaur

  50. Voestalpine Signaling Sainerholz/Siershahn

  51. Wagner Schaltanlagen GmbH

  52. WEPA Apothekenbedarf

  53. Westerwald Bank eG

  54. XXXL GmbH & Co.KG

  55. Zahnärzte Westerwald

Text und Fotos: Ulrike Lennartz

Besuch der Heinrich-Roth-Realschule plus bei der Firma Schütz in Selters

Am Freitag, dem 07.06.2024, hatten die Technik- und Naturwissenschafts-Gruppen (TuN) der achten Klassen der Heinrich-Roth-Realschule plus die Gelegenheit, die Firma Schütz in Selters zu besuchen. Begleitet wurden sie von ihren Lehrern Herrn Mathieu, Herrn Molzahn und Herrn Woll.

Der Tag begann mit einer herzlichen Begrüßung durch Frau Schäfer, die einen umfassenden Überblick über das Unternehmen gab. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren dabei nicht nur Wissenswertes über die Geschichte und die Produkte der Firma Schütz, sondern auch über die verschiedenen Ausbildungsberufe, die das Unternehmen anbietet.

Anschließend führte Frau Schäfer die Gruppe durch die Produktionshallen, wo die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die verschiedenen Fertigungsprozesse erhielten. Besonders beeindruckend war die Vielfalt und Komplexität der Maschinen und Anlagen, die für die Herstellung der Schütz-Produkte notwendig sind.

An der ersten Station konnten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Maschinenbauabteilung erhalten. Alle Anlagen, die für die Herstellung der Schütz-Produkte notwendig sind, werden hier konstruiert, getestet und danach wieder abgebaut und an die entsprechenden weltweiten Produktionsstandorte verschickt. Dort werden sie wieder aufgebaut und in Betrieb genommen.

Bei den Betriebselektrikern konnte die Gruppe hautnah dabei zusehen, wie Schaltschränke für den Betrieb der Maschinen gebaut werden.

Ein weiterer Höhepunkt folgte mit dem Besuch des Hochregallagers. Dieses läuft voll automatisiert und die Schülerinnen und Schüler konnten selbst erleben, wie schnell der Computer die angeforderten Bauteile im Lager findet, auf die Förderbänder setzt und an die entsprechende Abteilung versendet.

Zum Abschluss besichtigte die Gruppe die Abteilung Werkzeugbau. Hier werden alle Werkzeuge, die Schütz für seine Produktion benötigt, hergestellt. Die großen, computergesteuerten Fräsmaschinen standen dabei im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Während des gesamten Tages wurde die Gruppe von Auszubildenden der Firma Schütz begleitet. So konnten die Schülerinnen und Schüler sich aus erster Hand über die Erfahrungen und den Alltag der Auszubildenden informieren und erhielten wertvolle Tipps für ihre eigene berufliche Orientierung.

Der Besuch bei der Firma Schütz war für alle Beteiligten eine informative Erfahrung. Die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Roth-Realschule plus konnten nicht nur ihr Wissen über technische Berufe erweitern, sondern auch wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt gewinnen. So konnten die Schülerinnen und Schüler mehr über die kaufmännischen und vor allem auch die technischen Berufe, wie z.B. Industriemechaniker/-in, Anlagenmechaniker/-in und Elektroniker/-in erfahren.

Mit vielen Eindrücken und einer Tasche voller Informationsmaterial der Firma Schütz trat die Gruppe dann wieder den Rückweg zur Schule an. Alle waren sich einig, dass diese Veranstaltung gelungen war und auf jeden Fall für weitere Schülergruppen wiederholt werden sollte. Ein großes „Dankeschön“ geht an dieser Stelle an die Verantwortlichen der Firma Schütz für die Vorbereitung und Durchführung dieses Tages und an Herrn Mathieu, der als Berufswahlkoordinator der Heinrich-Roth-Realschule plus diesen Besuch ermöglichte. Vielen Dank auch an die Eltern, die durch ihren Einsatz als „Elterntaxi“ dafür sorgten, die Fahrt nach Selters für alle Schülerinnen und Schüler kostenlos anbieten zu können!

Text und Foto: Marcel Woll

Zeitzeugengespräch mit Frau Rodika Rosenbaum 12.06.2024

„Nur niemals“ aufgeben! So lautet der Titel des Buches, aus dem Frau Rodika Rosenbaum den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen vorlas. Das Buch überliefert die Geschichte ihrer Familie und überspannt den Zeitraum von 1896-1970. Familie Rosenbaum lebte zu Beginn in Rumänien und in Ungarn, in der Nachkriegszeit wanderte die Familie zunächst nach Israel aus und kam später zurück nach Europa und lebt bis heute in Deutschland. Frau Rosenbaum berichtete von ihrer Familie aus Sicht ihrer Mutter „Ibi“, die bereits im Kindergarten und in der Schule erlebte, was Einschränkungen und Vorurteile bedeuten. Ihre Erzählung wurde für einen Podcast aufgenommen, der zukünftig auch auf der Homepage der HRS unterhalb dieses Artikels verlinkt wird.

Die Schülerinnen und Schüler waren von der Lebensgeschichte der Familie Rosenbaum beeindruckt und bewegt und stellten im Anschluss an die Erzählung Fragen zur Geschichte und der aktuellen Lebenssituation von Frau Rosenbaum. Auf die Frage, weshalb sie in die Schulen gehe und fremden Menschen von der Geschichte ihrer Familie erzähle, antwortete Frau Rosenbaum, dass es für sie in der heutigen Zeit wichtig sei, an die schlimmen Zeiten in der Vergangenheit zu erinnern und die Menschen zum Nachdenken zu bewegen. Sie betonte den Zusammenhalt und die Würde eines jeden Menschen, egal welcher Ethnie oder Religionszugehörigkeit.

Im Anschluss an die Lesung und das Gespräch überreichte eine Schülerin Frau Rosenbaum als Dank für den Besuch einen Rosenstrauß und eine Dankeskarte.

Für die Schüler, Schülerinnen und die anwesenden Kolleginnen waren die Erzählung und die Lesung aus dem Buch „Nur niemals aufgeben!“ sehr beeindruckend und werden allen Beteiligten noch lange im Gedächtnis bleiben. Jeder sollte die Chance nutzen, mit Zeitzeugen zu sprechen, um aus erster Hand zu erfahren, was das Leben unter Gewaltherrschaft, Rassismus und Antisemitismus bedeutet. Heutzutage scheinen die Schrecken der Vergangenheit immer mehr in Vergessenheit zu geraten und verharmlost zu werden. Der Bericht eines Menschen, der von dem Verlust der Heimat und von lieben Angehörigen spricht, hinterlässt Spuren in den Köpfen der Hörer und hält somit das Gedenken an die Opfer und ihre Geschichten wach.


Weitere Veranstaltungen zur Erinnerung werden im September und Oktober dieses Jahres stattfinden, zunächst werden zwei zehnte Klassen die Gedenkstätte in Hadamar besuchen und weitere Anfang Oktober zu Zeitzeugengesprächen nach Limburg fahren.

Text: Sarah Lindén
Fotos: Ulrike Lennartz

Wie wird man eigentlich Bürgermeister*in?

Diese und noch viele weitere Fragen beantwortete die Stadtbürgermeisterin von Montabaur, Frau Gabi Wieland, den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5a und 6d der Heinrich-Roth-Realschule plus in Montabaur. Am Demokratietag der Schule, der am 16.05.2024 zum ersten Mal durchgeführt wurde, hatten die Schülerinnen und Schüler nämlich die einzigartige Gelegenheit, die Stadtbürgermeisterin von Montabaur zu treffen.

Der Besuch begann mit einem herzlichen Empfang durch Frau Wieland in der Bürgerhalle des alten Rathauses von Montabaur.  Anschließend ging es in den großen Sitzungssaal, wo den Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit ihren Klassenleitungen, Frau Reichwein und Herr Woll, ein Einblick in den Alltag der Bürgermeisterin geboten wurde.

Die Kinder hatten viele Fragen mitgebracht, die von Frau Wieland alle sehr souverän beantwortet wurden.

Was macht man als Bürgermeisterin? Wann öffnet die Rutsche im Schwimmbad wieder? Wie viel verdient man als Bürgermeisterin? Gibt es in unserem Ort bald einen Jugendraum? Die Liste der Fragen ließe sich beliebig verlängern.

Frau Wieland nahm sich für jede einzelne Frage Zeit und gab den Schülerinnen und Schülern so einen kleinen Einblick in ihre Arbeit und die Bedeutung von Demokratie in unserer Gesellschaft.

Durch einen „Geheimgang“ im Rathaus ging es anschließend direkt in die Stadtbibliothek. Hier wurden die Klassen von Frau Kingen begrüßt, die eine kurze Einführung in die Bibliothek gab. Wer dachte, hier könne man nur Bücher ausleihen, lag falsch. Mittlerweile kann man hier in der „Bibliothek der Dinge“ auch Sachen vom Laminiergerät über die Actioncam bis hin zur Seifenblasenmaschine ausleihen. Mit viel Begeisterung stöberten die Kinder anschließend im vielfältigen Angebot der Bibliothek und viele nutzten die Gelegenheit, sich Anmeldescheine für den Leihausweis mitzunehmen.

 

Nach einer kleinen „Eispause“ am alten Markt und einem Abstecher zum Lesetürmchen am Karoline-Kahn-Platz führte der Besuch die Klassen ins Haus der Jugend. Begleitet wurden die Kinder von Larissa Metz vom Projekt Jumazu  - Jugend macht Zukunft – Die Idee (jumazu.de), welches sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, Kindern und Jugendlichen die Bedeutung von Partizipation und demokratischen Prozessen näher zu bringen. Die Schülerinnen und Schüler konnten hier die verschiedenen Angebote im Haus der Jugend kennenlernen. Ob Kunstworkshop, Garten-AG, die vielfältigen Ferienangebote oder einfach nur die Möglichkeit, sich vor Ort mit anderen Kindern und Jugendlichen zu treffen, um den Nachmittag mit verschiedenen Spielangeboten zu verbringen – die Schülerinnen und Schüler waren begeistert von dieser Vielfalt an Möglichkeiten. So verwundert es nicht, dass der Heimweg vielen Kindern schwerfiel, da man lieber noch ein bisschen länger im Haus der Jugend geblieben wäre.

Der Besuch bei der Stadtbürgermeisterin und im Haus der Jugend war nicht nur lehrreich, sondern auch inspirierend für die Schülerinnen und Schüler. Sie konnten hautnah erleben, wie Demokratie in ihrer Stadt funktioniert und wie wichtig es ist, sich aktiv für eine gerechte und offene Gesellschaft einzusetzen. Insgesamt war der Besuch ein lehrreicher und spannender Tag für die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Roth-Realschule plus, der ihnen einen praktischen Einblick in die demokratischen Strukturen ihrer Stadt bot.

Wir bedanken uns herzlich bei der Stadtbürgermeisterin von Montabaur, Frau Gabi Wieland, und bei Frau Larissa Metz von Jumazu/Haus der Jugend, für diese bereichernde Erfahrung und den schönen Vormittag. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft gemeinsam für eine starke Demokratie einzutreten.

Text und Foto: Marcel Woll

Stark statt breit - Ein Workshop zur Drogenprävention

Seit vielen Jahren ist es Tradition an der Heinrich-Roth-Realschule plus, dass Sozialpädagoge Reiner Kuhmann von der regionalen Diakonie in den Klassenstufen 9 einen Workshop zum Thema "Drogenprävention" anbietet. Auch in diesem Jahr hatte Lehrerin Christine Neurath, unsere Beauftragte für Suchtprävention, Herrn Kuhmann eingeladen. Aktueller Anlass: Seit dem 1. April 2024 sind der Konsum sowie der Anbau von Cannabis in Deutschland legal.

Im Gepäck hatte Herr Kuhmann den sogenannten "Grünen Koffer" ein Methodenset zur Cannabisprävention. Der Koffer enthält zahlreiche interaktive Methoden und Materialien, um mit jungen Menschen leicht ins Gespräch über das Thema Cannabis-Konsum zu kommen.

Zunächst wurden die Inhaltsstoffe von Cannabis und deren Wirkungen besprochen. Auch die Unterschiede zwischen körperlicher und psychischer Abhängigkeit wurden thematisiert.  Dann verteilte Herr Kuhmann mehrere Text- und Bilderkarten auf dem Boden. Aufgabe der Schüler:innen war es passende Paare zu finden und diese später in der Gruppe zu präsentieren. Anschließend bekamen zwei Arbeitsgruppen den Auftrag mit Hilfe dieser Karten Argumente zu finden, die für oder gegen den Konsum von Cannabis sprechen.  Die Anwendung von Cannabis kann nämlich durchaus sinnvoll sein, z.B. bei neurologischen Erkrankungen, in der Schmerztherapie oder auch bei Krebserkrankungen. Mögliche und nicht zu unterschätzende Gefahren sind Abhängigkeit, Psychosen, Schizophrenie oder manisch-depressive Psychosen, um nur einige zu nennen. Letztendlich ist aber jeder für sein Handeln selbst verantwortlich und muss die Gewichtung der Pro- und Contra-Argumente für sich selbst vornehmen. Eine gute Entscheidung kann sicher nur treffen, wer gut informiert ist.

In der letzten Aufgabe ging es für die Schülerinnen und Schüler darum diverse Situationen einzuordnen. Es galt zu klären, ob es sich bei diesen um gelegentlichen Gebrauch, Substanz-Missbrauch, Gewohnheitskonsum oder sogar schon um Abhängigkeit handelt. 

Die Schule bedankt sich bei Herrn Kuhmann für seinen langjährigen Einsatz in der Drogenprävention und besonders für sein Engagement an unserer Schule. Interessant zu wissen: Herr Kuhmann ist auch in den Bereichen Kaufsucht, Essstörung und Raucherentwöhnung tätig. Nicht nur Betroffene, sondern auch deren Angehörige können jederzeit einen Beratungstermin mit ihm vereinbaren. Kontaktadresse: Diakonisches Werk Westerwald, reiner.kuhmann@regionale-diakonie.de

 

Text: Ulrike Lennartz
Fotos: Christine Neurath und Ulrike Lennartz